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Keep calm and bake on

Harvest Moon: Zeit für die Kürbisernte (Pie mit Kürbis, Spinat und drei Käsesorten)

Der Sommer ist vorbei und so auch meine Back- und Kochblockade. Auch wenn ich ein großer Fan von Übergangsjahreszeiten bin, macht mir die aufkommende Kälte aktuell etwas zu schaffen. Dagegen helfen nur ein warmer, kuscheliger Schal, eine große Kanne Tee und – Wohlfühlessen. Für mich zählt dazu zweifellos britischer Pie. Zugegeben, so ein Pie ist schon ein bisschen deftig und macht ordentlich satt, aber manchmal muss das eben sein. Ich sage nur: Wohlfühlessen!

Pie Kürbis Ofen fertig

So sieht er aus wenn er aus dem Ofen kommt – knusprig und lecker

Apropos: So ein richtiges Wohlfühl-Game ist für mich ja Harvest Moon. Es ist einfach, niedlich und dort ist die Welt noch in Ordnung. Wenn ich also mal genug von Gangster Games und Welt retten habe, denke ich gern an Harvest Moon und widme mich der archaischen “Arbeit” des Säens und Erntens. Ganz so wie es aktuell auch in der realen Welt angesagt ist. Der Herbst bringt die tollsten Gemüse- und Obstsorten hervor. Einer meiner Favoriten ist ganz klar der Kürbis. Dieses Gemüse ist sehr vielfältig, da die verschiedenen Sorten ganz unterschiedliche Eigenschaften haben und sie in fast jede Art der Zubereitung passen. Für das heutige Rezept verwende ich einen Hokkaidokürbis – hierzulande wohl der bekannteste seiner Art. Der große Vorteil ist, dass er nicht geschält werden muss, was bei anderen Kürbissorten etwas nervig werden kann. Bei diesem hier müsst ihr lediglich die Kerne entfernen. Das ursprüngliche Rezept hat Matt beim Delicious Magazine gefunden und es etwas vereinfacht.

Und hier kommt es:

Für die Füllung

  • 1 Hokkaidokürbis
  • 2 EL Kreuzkümmel
  • 2 Prise Chilliflocken
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 rote Zwiebeln (mittelgroß oder nach Geschmack)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Kilo Babyspinat
  • 250 Gramm Ricotta
  • 50 g Pinienkerne
  • 200 g Ziegenkäse

Für den Teig

  • 350 g Mehl
  • 50 g Polenta
  • 150 g kalte Butter (gewürfelt)
  • 60 g Parmesan
  • 1 Ei

Zunächst muss der Kürbis geschlachtet und in mundgerechte Stücke geschnitten werden. Da er die Basis dieses Gerichts ist, kommt da einiges an Masse zusammen.

Kürbis für Pie

Gemahlener Kreuzkümmel und Kürbis sind eine gute Kombination

Um ihm einen Pfiff zu geben, könnt ihr nun etwas Kreuzkümmel mahlen und die Kürbisstücke darin und in den Chilliflocken etwas wälzen. Benutzt dabei auch das Öl, damit alles gut am Kürbis haften bleibt. Dann kommt er bei 180 Grad in den Ofen und wird gebacken bis er weich ist. Das dauert ca. 40 Minuten, aber behaltet ihn gut im Blick – die Backzeit ist natürlich auch abhängig von der Größe eurer Stücke.

Nun kommt es zum Teig. Mischt alle Zutaten zusammen und knetet alles gut durch. Lasst ihn dann in Folie eingewickelt ca. 15 im Kühlschrank ruhen. Zwackt euch anschließend einen kleinen Teil davon für die Teigdecken auf dem Pie ab und rollt den Rest soweit aus, dass ihr ihn in eine Form (zum Beispiel eine normale Kuchenform) auslegen könnt. Dann muss er eine Runde blind backen und zwar für ungefähr 15 Minuten. Achtung: Gerade wenn ein Pie so hoch werden soll wie dieser, lauft ihr Gefahr, dass der Teig an den Seiten runterkommt und einsinkt. Das ist uns leider passiert und war sehr ärgerlich. Benutzt deshalb am besten Backbohnen.

Jetzt könnt ihr die Zwiebeln anbraten und wenn diese goldbraun sind, den Spinat und den Knoblauch dazu geben. Wenn der Spinat eingesunken ist, hebt den Ricotta einfach vorsichtig unter. Dann kommt es an die Füllung des Pies! Fast fertig! Wir haben zuerst den Kürbis eingefüllt, dann den Spinat drüber gelegt und anschließend die Pinienkerne und den Ziegenkäste drüber gestreut. Anschließend kommt die Decke oben drauf – vergesst nicht ein Loch in die Mitte zu machen, damit der Pie innen nicht zu feucht wird. Dekorieren könnt ihr ihn natürlich auch noch.

Pie mit Kürbis dekoriert

Ihr könnt den Pie auch noch etwas dekorieren

Damit die Kruste oben schön knusprig wird, könnt ihr auch noch ein Ei verquirrlen und es drüber streichen. Das ganze Werk kommt dann für weitere 35 Minuten bei 180 Grad in den Ofen bis er schön goldbraun ist und so richtig lecker aussieht.

Aber der richtige Knaller ist er erst, wenn er aufgeschnitten wurde, denn dann kommen das kräftige Orange und dunkle Grün erst richtig zur Geltung. Seht selbst!

Pie Kürbis fertig

Seht euch nur diese Farben an!

Was haltet ihr von dem Rezept? Seid ihr auch so große Kürbisfans wie ich? Und habt ihr vielleicht auch schon mal einen Pie ausprobiert?


Bake on:


Kommentare

  1. Wow, ein richtiges Kunstwerk auf der Kruste! Klingt sehr sehr lecker und schon ziemlich herbstlich.

    • Vielen Dank für die lieben Worte und das Kompliment! 🙂

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