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Keep calm and bake on

A Study in Yellow (Lemon Curd à la Cupcake Jemma)

Das Erste, das Menschen über mich lernen, wenn sie mich kennenlernen ist meist, dass ich ein absoluter London-Freak bin. Ich liebe die meisten britische Dinge: die Geschichte, die Musik, die Filme, die Literatur und vieles mehr. Dabei darf Sherlock Holmes natürlich nicht fehlen. Gerade lese ich die Bücher von Arthur Conan Doyle und liebe liebe liebe die Serie “Sherlock“. Der Titel der ersten Episode ist “A Study in Pink” (gleichzeitig eine meiner Lieblingsfolgen), eine Anlehnung an den Fall “A Study in Scarlet”.

Lemon Curd London Baker Street

Das bin ich vor mittlerweile vier Jahren in der Undergroundstation Baker Street.

Als ich begonnen habe mich mit der britischen Esskultur auseinander zu setzen, bin ich relativ schnell auf “Lemon Curd” gestoßen. Da es zu diesem Aufstrich anscheinend keine deutsche Entsprechung gibt und auch niemand mir hier so recht sagen konnte, wie er schmeckt, entschloss ich mich zu einer “Study in Yellow”. 😉 Glücklicherweise musste ich nicht lange nach einem Rezept recherchieren, denn Cupcake Jemma, die ihr schon von dem spicy Pistazien-Limetten-Kardamon-Kuchen kennt, hatte bereits ein Rezpt parat. Sie bezeichnet in ihrem Video den Geschmack als “zesty and zingy”, was auf jeden Fall eine Studie wert schien. Und was soll ich sagen? Volltreffer! Dieser Lemon Curd ist so lecker, zitronig, buttrig und frisch, dass ich ihn inzwischen schon drei Mal gemacht habe. Am besten schmeckt er mir auf Rosinenbrötchen, aber er findet auch Verwendung in vielen britischen Backrezepten, wie beispielsweise Victoria Sponge und Tartelettes, aber dazu komme ich ein anderes Mal. 🙂

Und das hier braucht ihr für den zesty & zingy Lemon Curd:

  • 5 Eigelb
  • 2 Eier
  • 110 ml Zitronensaft (aus ungefähr drei Zitronen)
  • Abrieb einer Zitrone
  • 110 g Zucker
  • 60 g kalte, gewürfelte Butter

Das wichtigste ist, dass ihr euren Lemon Curd über dem Wasserbad zubereitet. Achtung, das Wasser sollte dabei nicht eure Schüssel berühren. Wenn die Masse nämlich zu heiß wird, habt ihr Rührei mit Zitronengeschmack. Urgs! Mixt einfach alle Zutaten außer der Butter zusammen und kocht die Masse unter ständigem Rühren über dem Wasserbad. Jetzt braucht ihr etwas Geduld, aber nach ein paar Minuten werdet ihr merken wie sich alles miteinander verbindet und diese herrliche sonnengelbe Farbe annimmt.

Lemon Curd Wasserbad

Mit etwas Geduld verwandelt sich die Masse bald in leckeren Lemon Curd.

Wenn der Lemon Curd eine cremige Konsistenz hat, könnt ihr die Schüssel vom Topf nehmen. Rührt nun die kalte Butter unter, sodass der Aufstrich mit ihrer Hilfe etwas abkühlen kann. Wundert euch nicht, dass beim Kochen kleine Stückchen in der Masse entstehen. Das ist völlig normal und der Grund weshalb der Lemon Curd nun einmal durch ein Sieb gestrichen werden sollte.

Lemon Curd Sieb

Wenn ihr braunen Zucker benutzt, wird der Lemon Curd senffarben.

Und tadaa – das war es eigentlich schon! Nun könnt ihr ihn entweder gleich in einem Rezept verarbeiten oder wie ich in ein Glas abfüllen und über längere Zeit genießen. Um Schimmelbildung zu vermeiden, solltet ihr das Glas vor dem Befüllen mit heißem Wasser ausspülen. Der Lemon Curd hält sich dann einige Wochen. Lasst es euch schmecken! 🙂

Lemon Curd Glas fertig

In einem schicken Glas macht der Lemon Curd direkt noch mehr her. 😉

 

Habt ihr auch schon mal Lemon Curd gemacht? Von welcher Küche lasst ihr euch inspirieren? Ich freue mich wie immer auf eure Kommentare! 🙂

P.S. Was ihr mit dem übrigen Eiweiß machen könnt, zeige ich euch ein anderes Mal. 🙂


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